Podcast: Warum bleiben wir länger am Handy hängen als geplant?
In der neuen Folge »How it Works« geht es um Dark Patterns, manipulatives Design und wie wir souveräner mit Social Media umgehen können.

Dass wir zu viel Zeit auf Social Media verbringen, wissen wir. Und trotzdem tun wir es permanent. Woran liegt das? In dieser Folge von »How it Works« sprechen wir mit Dr. Michaela Kramer, die an der Universität zu Köln erforscht, wie Studierende ihre Handys wirklich nutzen. Nicht mit Umfragen oder Interviews, sondern mit Mediennutzungstagebüchern, in denen die Teilnehmenden direkt im Moment festhalten, was sie tun und wie sie sich dabei fühlen.
Daraus entsteht ein Bild des Alltags, das oft überraschend ist: wie routiniert Mediennutzung inzwischen ist, wie häufig mehrere Apps parallel genutzt werden und wie sehr Plattformen gezielt darauf ausgelegt sind, uns länger in ihren Bann zu ziehen. Michaela Kramer erklärt, was Dark Patterns sind, wie sie funktionieren und warum gerade die scheinbar komfortablen Features, zum Beispiel Personalisierung, instant Benachrichtigungen, unendliches Scrollen, die größten Fallen sein können. Gleichzeitig geht es darum, was wir selbst tun können: die eigene Nutzung reflektieren, mit anderen darüber sprechen, kleine Schritte wagen, ohne dabei in Selbstoptimierungsdruck zu verfallen. Eine Folge über digitale Souveränität, verteilte Verantwortung und die Erkenntnis, dass ein bewusster Umgang mit Medien nicht bedeutet, sie zu verteufeln, sondern sie und ihre Mechanismen besser zu verstehen.
Hier reinhören in die neue Folge des Podcasts »How it works«:
#howitworks?
Klar: wir alle fragen uns manchmal, wie das alles nur funktionieren soll. Deswegen gibt es die Kampagne #howitworks, präsentiert von Die Techniker. Neben dem Content Hub gibt es auch Raum für digitalen Austausch, Inspiration und Weiterentwicklung. Je einen Abend widmen wir uns in Live-Talks an verschiedenen Hochschulen einem Thema intensiv – zum Beispiel Leistungsdruck oder Prokrastination.
