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Wachstum auf neuen Routen

Wie Unternehmen vom Asiengeschäft profitieren können

Ob Modebranche, Maschinenbau oder Pharmaindustrie – wer international expandieren will, kommt an Asien nicht vorbei. Die Region gilt als dynamisch, konsumstark und langfristig wachstumsorientiert. Für kleine und mittelständische Unternehmen entsteht daraus erhebliches Potenzial, gleichzeitig steigen aber die individuellen Anforderungen an Versandprozesse, Zollabwicklung und Lieferketten. Denn der Marktzugang ist oft komplex – regulatorisch wie logistisch.

Europa und Asien rücken wirtschaftlich näher zusammen – effiziente Logistik entscheidet über Tempo und Verlässlichkeit im internationalen Geschäft. (Bild FedEx)

Asien galt lange nur als Werkbank der Welt, wo Produkte für die weltweiten Märkte hergestellt und anschließend in Zielregionen wie Europa, Nordamerika und den Nahen Osten versendet oder – je nach Nachfrage – wieder zurück nach Asien verteilt werden. Während das Importvolumen hierzulande kontinuierlich steigt und somit zu einer hohen Auslastung auf der Route von Asien nach Europa führt, wächst in zahlreichen europäischen Unternehmen das Interesse, neue Märkte in Asien zu erschließen oder bestehende Geschäftsbeziehungen auszubauen. Einer aktuellen Umfrage des Logistik- und Versanddienstleisters FedEx zufolge rechnen 87 Prozent der befragten europäischen KMU (Kleine und Mittelständische Unternehmen), die mit APAC handeln, mit stabilen oder wachsenden Exportvolumina in die Region.1

Chance für deutschen Mittelstand - Steigende Nachfrage nach Luxusprodukten und Industriekomponenten

Während China nach wie vor als wichtigster Einzelmarkt gilt, rücken auch andere Länder in den Fokus – etwa Japan, Indien, Südkorea, Vietnam oder Indonesien. In vielen dieser Märkte wächst nicht nur das Brutto-Inlandsprodukt, sondern damit auch die Kaufkraft der Mittelschicht und Nachfrage nach hochwertigen Produkten und spezialisierten Lösungen.1 Luxusgüter und angesehene Marken aus Europa finden hier interessierte Käufergruppen.

Luxus- und Fashionprodukten laufen in Asien immer besser (Bild: FedEx)

Gleichzeitig setzt insbesondere China in vielen Branchen stärker auf einheimische Produktion. Trotzdem bieten sich Chancen für Zulieferer von qualitativ hochwertigen Industriekomponenten, Chemie und Kunststoffen. Für spezialisierte Mittelständler aus Deutschland und Europa ergeben sich zukunftsfähige Wachstumschancen durch neue Partnerschaften mit Herstellern vor Ort. Zugute kommt allen deutschen Versendern, dass es für Transporte von Europa nach Asien freie Kapazitäten gibt.

Marktzugang mit Hindernissen

Wer in Asien expandieren will, benötigt für seinen Markterfolg neben einem guten Produkt auch zuverlässige und effiziente Lieferprozesse sowie eine belastbare Infrastruktur, da Pünktlichkeit und reibungslose Zollabwicklung laut Umfragen zu den zentralen Anforderungen zählen.2 In stark regulierten Märkten wie Japan oder Südkorea kann fehlende Steuer- und Zollkompetenz schnell zur Wachstumsbremse werden. Laut Umfrage von FedEx wünschen sich 41 Prozent der befragten europäischen Unternehmen gezielte Unterstützung bei der Zollabwicklung.1 

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen profitieren vom externen Know-how weltweit agierender Transportdienstleister, weil sie oft nicht über eigene Ressourcen verfügen, um komplexen Zoll- und Marktanforderungen gerecht zu werden. Mit jahrzehntelanger Erfahrung im grenzüberschreitenden Versandgeschäft unterstützt FedEx seine Kunden mit logistischer Infrastruktur und fundierter Marktkenntnis. Besonders gefragt ist der Zugang zu lokalen Expertinnen und Experten, die Unternehmen bei regulatorischen Anforderungen, Zollfragen und landesspezifischen Besonderheiten begleiten. 

Unterschiedliche Anforderungen an Logistiker

Sind die Gegebenheiten und Strukturen vor Ort analysiert, ergeben sich je nach Branche des Versenders unterschiedliche Herausforderungen im Bereich der Logistik. Im globalen E-Commerce gewinnen beispielsweise schnelle Lieferzeiten und mehr Verfügbarkeiten verstärkt an Bedeutung. Mode, Kosmetik oder Konsumgüter haben kurze Zyklen. Eine schnelle Lieferung wirkt sich unmittelbar auf Conversion und Kundentreue aus.

In diesem Umfeld wird die Wahl des Logistikpartners zur strategischen Frage. FedEx bietet derzeit 26 wöchentliche Flüge zwischen Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum und ermöglicht Expresssendungen in wichtige Zielmärkte innerhalb von bis zu 48 Stunden.

Mit 26 wöchentlichen Flugverbindungen bietet FedEx ausreichend Versandkapazitäten nach Asien (Bild: FedEx)

Im Gegensatz zu Unternehmen aus dem Bereich E-Commerce haben Mittelständler aus der Industrie mit großen und schweren Sendungen häufig andere Anforderungen an einen Transportdienstleister. Kunden, die beispielsweise aufgrund eines Kostendrucks durch Inflation und Zölle eine kosteneffiziente Lösung für weniger zeitkritische Luftfracht nach Übersee benötigen, sind mit „FedEx® International Deferred Freight“ gut positioniert. Der Service ist flexibel konfigurierbar, erreicht Destinationen in wichtigen asiatischen Märkten und den USA und wird weiter ausgebaut. Er ist zudem eine echte Alternative für Versender, die bislang auf klassische Speditionen gesetzt haben.

Um den steigenden Anforderungen von expandierenden Unternehmen unterschiedlicher Größen gerecht zu werden, investiert FedEx gezielt in seine Infrastruktur. Jüngste Beispiele sind das neue Luftfrachtzentrum am Flughafen Istanbul, das im September 2025 eröffnet wurde, sowie Modernisierungen am Air Hub Paris Charles de Gaulle. 

 

Zollprozesse digital denken

Neben der fachlichen Expertise und Netzwerkstruktur erwarten Logistikkunden digitale Lösungen, um die Transparenz in ihren Lieferketten zu erhöhen.FedEx setzt daher verstärkt auf digitale Schnittstellen zur Zoll- und Versandabwicklung. Mit Lösungen wie dem „International Shipping Assist“ lassen sich Abgaben im Voraus berechnen, Dokumente automatisch erstellen und Risiken durch falsche Deklaration minimieren. Für Unternehmen mit sensiblen Lieferanforderungen – etwa im Life-Science- oder Automobilbereich – erhöht das die Prozesssicherheit. Temperaturführung, Tracking-Funktionen und dokumentierte ESG-Standards sind in diesen Sektoren längst unverzichtbar.

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Darüber hinaus kombinieren Versandservices wie „FedEx International Connect Plus®“ (FICP) verlässliche Laufzeiten mit direkter Anbindung an gängige E-Commerce-Plattformen und ermöglichen Onlinehändlern so eine präzise Steuerung auch über Kontinente hinweg. So entsteht ein stabiler Rahmen für die operative Abwicklung von Sendungen – und damit die Grundlage verlässlicher Lieferprozesse.

Strategie statt Tempo allein

Klar ist: Angesichts der geopolitischen Spannungen und schwankenden Handelsbedingungen brauchen Handelsunternehmen Transportdienstleister, die Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit, Flexibilität, digitale Lösungen und regionale Expertise unter einem Dach vereinen. Resilienz ist also von größter Bedeutung für die Zukunft von Unternehmen – das betrifft auch Lieferketten, die den Anforderungen einer volatilen, unsicheren und komplexen Welt standhalten sollten, um Risiken zu minimieren und Fremdeinflüsse abzufedern. 

Asien ist für europäische Unternehmen ein zentraler Wachstumsraum – mit besonderen Herausforderungen, aber ebenso großen Chancen. Wer als Versender die eigene Marktstrategie mit verlässlicher, flexibler und moderner Logistik kombiniert, erschließt nicht nur neue Kundengruppen, sondern stärkt seine Lieferkette und damit die eigene Position im globalen Wettbewerb nachhaltig.

 

Quellen

1 https://newsroom.fedex.com/newsroom/europe-english/fedex-survey-reveals-85-of-apac-smes-confident-in-europe-trade-growth

2 https://www.pwc.de/de/transport-und-logistik/china-cut-logistik.pdf


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