Der Kampf gegen Kindersterblichkeit und ihre Ursachen Der Kampf gegen Kindersterblichkeit und ihre Ursachen
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DER EINSATZ LOHNT SICH

Der Kampf gegen Kindersterblichkeit und ihre Ursachen

Es sind Zahlen, die uns fassungslos und traurig machen: 2019 starben weltweit schätzungsweise 5,2 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Besonders tragisch: Die Mehrheit könnte durch medizinische Behandlung oder Präventionsmaßnahmen wie zum Beispiel Schutzimpfungen gerettet werden.1 Fakt ist: Viele der Todesfälle sind die Folge schlechter sanitärer Verhältnisse und mangelnden Zugangs zu medizinischer Versorgung.

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Zwar konnte die Kindersterblichkeit seit 1990 mehr als halbiert werden, dennoch ist sie weltweit nach wie vor sehr hoch. (Bild GSK)

Zwar hat sich in den vergangenen Jahrzehnten dank des globalen Engagements schon viel getan. Nach Angaben der WHO konnte in den vergangenen Jahrzehnten die weltweite Kindersterblichkeit bereits um mehr als die Hälfte gesenkt werden. Dennoch besteht Handlungsbedarf: Denn jedes verlorene Kinderleben ist eines zu viel. Um die weltweite Kindersterblichkeit weiterhin drastisch zu senken, setzen Gesundheitsunternehmen wie GlaxoSmithKline (GSK) gezielt auf die Erforschung und Verteilung von Impfstoffen und die Bereitstellung von Medikamenten in den ärmsten Ländern der Welt.

Jedes Kind hat ein Recht auf gesundes Aufwachsen

In der UN-Kinderrechtskonvention, die im vergangenen Jahr ihren 30. Geburtstag feierte, heißt es: Jedes Kind, überall auf der Welt, hat ein Recht auf Überleben und gesundes Aufwachsen. Die gute Nachricht: In den vergangenen drei Jahrzehnten wurde bereits viel erreicht – heute überleben deutlich mehr Kinder als noch vor 30 Jahren. Seit 1990 konnte die Kindersterblichkeit mehr als halbiert werden.

Dazu beigetragen haben vor allem die Stärkung der Gesundheitssysteme sowie eine bessere Versorgung mit Medikamenten, Impfstoffen, Nahrung und sauberem Trinkwasser. Auch einfache, aber effektive Maßnahmen zur Vorbeugung, wie etwa Moskitonetze zum Schutz vor Malaria, und Impfungen zum Schutz vor gefährlichen Krankheiten wie etwa Polio spielen nach wie vor eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Kindersterblichkeit. Zudem ist die Verbesserung der medizinischen Versorgung während der Geburt von großer Bedeutung.

Dabei hängen die Überlebenschancen eines Kindes vor allem davon ab, in welchem Gebiet der Welt es geboren wird. Denn: 80 Prozent aller Todesfälle von Kleinkindern ereignen sich in Subsahara-Afrika und Südasien. Vor allem mangelernährte Kinder sind besonders gefährdet. Ihr Körper ist meist so geschwächt, dass er den Krankheiten nichts entgegensetzen kann.

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Gesundheitsvorsorge und Impfungen sind auch zu Krisenzeiten sehr wichtig. (Bild: GSK)

Mit Bezug auf das Krisenjahr 2020 befürchten Experten außerdem, dass die Corona-Pandemie die bereits erzielten Fortschritte zunichtemachen könnte. Der Grund: Wegen der Pandemie wurden grundlegende Gesundheitsdienste für Kinder und Mütter unterbrochen. So haben beispielsweise weniger Mütter Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen sowie zu Geburtshilfe und Nachsorge. Zudem haben viele Frauen Angst vor Ansteckung und suchen deshalb die Gesundheitseinrichtungen gar nicht erst auf. Umso wichtiger sind deshalb weiterhin gezielte Maßnahmen, um die Gesundheitssysteme weltweit zu stärken.

Der Kampf gegen gefährliche Krankheiten und Infektionen

Das weltweit tätige Gesundheitsunternehmen GSK setzt sich bereits seit vielen Jahrzehnten dafür ein, die Gesundheit von Kindern auf der ganzen Welt zu verbessern. Mit seinen Fachkenntnissen und Ressourcen leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag, Krankheiten zu bekämpfen, die vor allem die ärmsten Menschen überproportional betreffen.

„Wir haben die Verantwortung unsere weltweit führende wissenschaftliche Expertise zu nutzen, um Kinder in Entwicklungsländern vor vermeidbaren Infektionskrankheiten zu schützen“, betont CEO Emma Walmsley.

In Zusammenarbeit mit Regierungen und Organisationen, wie zum Beispiel Save the Children, bringt GSK seine wissenschaftliche Expertise ein, um neue Wege zu finden, damit weniger Kinder an vermeidbaren und behandelbaren Krankheiten erkranken oder sterben müssen. Zu den größten Risikofaktoren für Kleinkinder gehören insbesondere Lymphatische Filariose (LF), Schistosomiasis, Infektionen mit Hakenwürmern, HIV, Malaria, Diarrhö, Polio sowie Komplikationen bei Frühgeburten. Mit Medikamenten und Impfstoffen versucht das Gesundheitsunternehmen, den Kampf gegen Kindersterblichkeit voranzutreiben.

Lymphatische Filariose ​​​​​

Weltweit leiden schätzungsweise 120 Millionen Menschen an Lymphatischer Filariose (LF). Übertragen wird die Erkrankung durch Moskitos. Durch den Moskitostich gelangen Larven in den menschlichen Körper und entwickeln sich zu Würmern, die sich in den Lymphgefäßen ansiedeln. Diese verstopfen und es kommt zu einer andauernden Entzündungsreaktion. Über Jahre entwickelt sich so eine zunehmende Schwellung des betroffenen Körperteils. Als eine der weltweit führenden Ursachen für Behinderungen kann LF in seiner schwersten Form zu Elefantiasis, dem Elefanten-Syndrom, führen. Hierbei sind meist die Beine oder die äußeren Geschlechtsteile durch einen Lymphstau abnorm (elefantenartig) vergrößert. Infolge der Symptome sind die Betroffenen oft isoliert, arbeitsunfähig und in Armut gefangen. Dabei ist die Prävention vergleichsweise unkompliziert. So wird etwa der Wirkstoff Albendazol in Kombination mit anderen Medikamenten benutzt, um die Übertragung von LF zu verhindern. Seit dem Jahr 1999 wurden von GSK mehr als 9 Milliarden Tabletten Albendazol gespendet. 16 Länder sind bereits LF frei. Das langfristige Ziel ist die vollständige Ausrottung der Krankheit.

Albendazol ist dabei nicht nur Teil des Kampfes gegen LF. Die Tablette wirkt auch gegen sogenannte Helminthen: Diese Darmwürmer infizieren weltweit über 800 Millionen Kinder, insbesondere in ärmeren Ländern. Sie breiten sich in kontaminierten Böden aus und können die Entwicklung beeinträchtigen und zu Anämie, Lethargie, Wachstumsstörungen und Unterernährung führen.

HIV

Jährlich sterben über 80.000 Kinder unter fünf Jahren an den Folgen einer HIV-Infektion. Sie sind am stärksten gefährdet, sich mit dem HI-Virus zu infizieren, wenn es während der Schwangerschaft, Geburt oder Stillzeit von der Mutter auf das Kind übertragen wird. Deshalb ist es im Kampf gegen die Kindersterblichkeit von großer Bedeutung, diese Übertragung zu verhindern. Programme, die schwangeren Frauen den Zugang zu HIV-Tests und im Bedarfsfall zu antiretroviralen Medikamenten ermöglichen, können die Übertragung von der Mutter auf das Kind nahezu vollständig verhindern. Dabei ist das größte Problem bei der Behandlung von HIV in den ärmeren Regionen der Welt, dass die Medikamente, die in den Industrieländern so wirksam sind, für die Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern zu teuer sind. ViiV Healthcare, wurde im November 2009 von GlaxoSmithKline und Pfizer mit dem Ziel gegründet, die Behandlung und Therapie für HIV-Patienten zu verbessern. Das auf HIV spezialisierte Unternehmen hat deshalb eine Lizenzvereinbarung, die es Generikaherstellern vor Ort ermöglicht, die antiretroviralen Medikamente auch in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen herzustellen. Bereits 94 Prozent der Erwachsenen, die in Entwicklungsländern mit HIV leben, profitieren von dieser Vereinbarung. Zusätzlich entwickelt und liefert ViiV Healthcare Medikamente zur Behandlung von HIV, die speziell für Säuglinge und Kinder unter 15 Jahren optimiert wurden.

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Jährlich sterben über 80.000 Kinder unter fünf Jahren an den Folgen einer HIV-Infektion. (Bild: GSK)

Malaria

Die über die Anophelesmücke übertragene Malaria zählt zu den weltweit häufigsten parasitären Infektionen. Jedes Jahr erkranken schätzungsweise 135 bis 287 Millionen Menschen aus Afrika, Asien und Südamerika an dem Tropenfieber. 450.000 bis 790.000 Betroffene erliegen der Krankheit – ebenfalls jährlich. Etwa die 77 Prozent davon sind Kinder unter fünf Jahren. Die Krankheit kostet viele Menschenleben und auch die wirtschaftlichen Kosten sind enorm. In den Ländern, in denen die Malaria endemisch ist, entfallen rund 40 Prozent aller Ausgaben im Gesundheitswesen auf diese Krankheit.

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3D-Darstellung eines Malariaerregers, der die Malariaerkrankung verursacht und Blutzellen in den Blutkreislauf bringt. (Copyright: Shutterstock)

Neben der Behandlung von Malaria steht für GSK schon immer die Prävention der Krankheit im Fokus. Nach mehr als 30 Jahren Forschung gelang vor einigen Jahren der Durchbruch: GSK hat in Zusammenarbeit mit der globalen Gesundheitsorganisation PATH den weltweit ersten Malaria-Impfstoff entwickelt. Eine große Herausforderung für die Wissenschaft – denn ein Malaria-Impfstoff muss es mit Parasiten aufnehmen, die zudem in verschiedenen Stadien auftreten. Der Impfstoff ist so entwickelt worden, dass das Immunsystem den Malariaparasiten Plasmodium falciparum abwehren kann, wenn er das erste Mal in den Blutkreislauf des menschlichen Wirts eindringt und dann die Leberzellen infiziert. Der Impfstoff verhindert, dass der Parasit die Leber infiziert, dort heranreift und sich vermehrt, woraufhin er erneut in den Blutkreislauf eindringt und die roten Blutkörperchen infiziert, was zur Krankheitssymptomatik führt.

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Die Anopheles-Mücke überträgt die Erkrankung. (Bild: GSK)

In einem durch die WHO gesteuerten Pilotprojekt wird der Impfstoff zum Schutz von Kindern gegen die tödlichste Form der Malaria in ausgewählten Regionen Malawis, Ghanas und Kenias eingesetzt. Das Ziel: Bis 2022 sollen jährlich mindestens 360.000 Kinder gegen die lebensgefährliche Tropenkrankheit geimpft werden. Dazu spendet das Gesundheitsunternehmen bis zu 10 Millionen Impfdosen.

Polio

Während das Virus in den Industrieländern mittlerweile als ausgerottet gilt, kommt es in ärmeren Regionen immer wieder zu Infektionen – meist ausgelöst durch mangelnde Hygienemaßnahmen oder kontaminiertes Trinkwasser. Das Virus befällt vor allem Kinder unter fünf Jahren und kann zu Lähmungen bis hin zur Atemlähmung führen. Prävention ist bei Polio entscheidend: Es gibt bis heute keine Heilung, allerdings einen wirksamen Impfschutz.

Diarrhö

Durchfallerkrankungen bergen neben Malaria und Lungenentzündungen weltweit betrachtet das größte Risiko für Säuglinge und Kinder. In Zusammenarbeit mit Save the Children will GSK dazu beitragen, dass Kinder in allen Regionen vor dieser Erkrankung geschützt werden oder im Krankheitsfall richtig behandelt werden können. Dazu werden unter anderem Gesundheitshelfer ausgebildet, um vor Ort eine erste medizinische Versorgung gewährleisten zu können. „Seit dem Start unserer Partnerschaft haben wir über 2,98 Millionen Kinder in 46 Ländern erreicht. Über 282.000 Kinder wurden gegen Durchfallerkrankungen, Malaria oder Pneumonie behandelt, über 20.000 Gesundheitshelfer konnten ausgebildet werden“, so Svjetlana Serdar, Leiterin Medizin GSK.

Komplikationen bei Neugeborenen

Eine der am häufigsten vorkommenden Ursache für Neugeborensterblichkeit sind Infektionen, die über die durchtrennte Nabelschnur in den Körper eindringen. Dies kommt besonders in Regionen in Afrika südlich der Sahara oder in Asien vor, wo Geburten nicht in einer Klinik stattfinden und traditionell unsterile Materialien wie Mist und Asche auf dem Nabelschnurstumpf verwendet werden. Dabei ist die Prävention einfach: Chlorhexidin, ein antiseptischer Wirkstoff, kann Nabelschnurinfektionen bei Neugeborenen verhindern. Zu den wichtigsten Meilensteinen der Partnerschaft zwischen GSK und Save the Children gehört deshalb die Umwandlung eines Wirkstoffs, der in einem antiseptischen Mundwasser verwendet wird, in ein Gel. Das Gel wurde bereits zur Behandlung der Nabelschnur bei über 30.000 Neugeborenen in Kenia verwendet und schützt die Babys vor potenziell lebensbedrohlichen Infektionen.

Dass das Engagement für die weltweite Gesundheit zu den Prioritäten des Gesundheitsunternehmens gehört, zeigen auch die wiederholten Top-Platzierungen beim Access-to-Medicine-Index – sechsmal in Folge sicherte GSK sich den ersten Platz. Die unabhängige Access to Medicine Foundation bewertet alle zwei Jahre die 20 größten Pharma-Unternehmen. Ziel der Stiftung ist es, den weltweiten Zugang zu Medikamenten zu verbessern - vor allem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

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Svjetlana Serdar, Leiterin Medizin GSK Deutschland

„Wir sind stolz auf unsere Rolle in der Entwicklung der globalen Gesundheitsversorgung. Unsere Forschung kann die Auswirkungen von Krankheiten mindern, an denen besonders die ärmsten Menschen leiden“, betont auch Svjetlana Serdar, Leiterin Medizin GSK. „Als weltweit tätiges, forschendes Gesundheitsunternehmen können wir den größten Einfluss nehmen, indem wir durch unsere Forschung erfolgreich innovative Arzneimittel und Impfstoffe entwickeln, die zu einer besseren Gesundheit beitragen.“ Ein wichtiger Schritt, um jedem Kind, überall auf der Welt, ein Recht auf Überleben und gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.

 

Möchten Sie mehr über das Engagement von GSK für eine bessere Lebensqualität von Menschen auf der ganzen Welt erfahren?

 

Quelle

1 https://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/children-reducing-mortality, zuletzt abgerufen am 18.09.2020.

NP-DE-MLV-ADVR-200003.10-2020
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